Porträts 1938

Ein Konvolut von 67 “Hausmarke”-Glasnegativen im Format 6 x 9 Zentimeter der Firma Photo-Hahne in Leipzig. Die Bilder, verteilt auf sieben Schachteln (siehe Foto unten), müssen nach 1933 entstanden sein, da einige der Porträtierten Abzeichen mit Hakenkreuzen tragen. Die Jahreszahl 1938 im Titel ist beliebig gewählt. Unklar ist, um wen es sich bei den Porträtierten handelt – es könnten die Kunden eines Fotografen sein, die sich für Passbilder ablichten ließen.

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Film: Landleben 1964 – Kapitel 1: Arbeit

Vor das Feiern hat wer auch immer zumindest für die meisten Menschen die Arbeit gesetzt. Hier seht ihr Kapitel 1 aus der Serie “Landleben 1964” mit dem Titel “Arbeit”. Man beachte, wer hier vor allem arbeitet: Es sind die Frauen, während die Rollen der Bauernbonzen in diesem Filmchen überwiegend von Männern besetzt sind. Die Frau in der DDR war eben besonders frei: frei zu arbeiten und gleichzeitig frei, Mann und Kinder zu umsorgen. Den Hintergrund zu den Fotofilmen erfahrt ihr unter anderem in diesem Artikel.

 

Strandspaziergang 1926

Stellt euch Folgendes vor: Ein kompletter Kleinbildfilm mit 36 Bildern bietet gerade mal so viele Fläche wie zwei 10 x 15 Zentimeter große Glasnegative. Beim Scan eines solchen Glasnegatives mit 2.400 dpi entsteht ein rund 140 Megapixel großes Bild. Beim Betrachten kann man den Eindruck gewinnen, dass die Bilder “begehbar” sind. Begebt euch mit dieser kleinen Galerie auf eine Zeitreise an den Strand von Duhnen im Jahr 1926! Continue reading “Strandspaziergang 1926”

Simonsens Postkarten

Julius Simonsen wird 1876 in Süderbrarup auf der schleswig-holsteinischen Halbinsel Angeln als Sohn eines Schlachtermeisters geboren. Nach abgeschlossener kaufmännischer Lehre kommt er als 20-jähriger nach Oldenburg.

Vom Fotoatelier zum Postkartenverlag

Dort lernt er ab 1896 das Fotografen-Handwerk und übernimmt schließlich 1899 das Geschäft seines dänischen Lehrmeisters Christensen. Mit dem Aufblühen des Fremdenverkehrs an Ost- und Nordseeküste nach der Jahrhundertwende erschließt sich Simonsen ein neues Betätigungsfeld: die Herstellung und den Vertrieb von Ansichtskarten. Er gibt seinem Geschäft die klangvolle Bezeichnung „Kunstverlag“ und stellt Postkarten und Ansichten vom Badeleben und sonstigen Sehenswürdigkeiten in den einzelnen Orten, von Flensburg bis Tilsit und von Husum bis Emden, im Bromsilberdruck her.

im Bromsilberdruck hergestellte Postkarte
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