Julius Simonsen und seine Postkarten

Ab 1896 lernt der 20-jährige Kaufmann Julius Simonsen (1876 – 1943) in Oldenburg das Fotografen-Handwerk und übernimmt schließlich 1899 das Geschäft seines dänischen Lehrmeisters Christensen. Mit dem Aufblühen des Fremdenverkehrs an Ost- und Nordseeküste nach der Jahrhundertwende erschließt sich Simonsen ein neues Betätigungsfeld: die Herstellung und den Vertrieb von Ansichtskarten. Er gibt seinem Geschäft die klangvolle Bezeichnung „Kunstverlag“ und stellt Postkarten und Ansichten vom Badeleben und sonstigen Sehenswürdigkeiten in den einzelnen Orten, von Flensburg bis Tilsit und von Husum bis Emden, im Bromsilberdruck her. Bei dem in Fachkreisen auch „Kilometer-Photographie“ genannten Verfahren wird auf Rollen gewickeltes, mit silberbromidhaltiger Gelatine beschichtetes Fotopapier automatisch unter montierten Halbtonnegativen hindurchgezogen, belichtet, entwickelt fixiert und getrocknet.

Continue reading „Julius Simonsen und seine Postkarten“