Strandspaziergang 1926

Stellt euch Folgendes vor: Ein kompletter Kleinbildfilm mit 36 Bildern bietet gerade mal so viele Fläche wie zwei 10 x 15 Zentimeter große Glasnegative. Beim Scan eines solchen Glasnegatives mit 2.400 dpi entsteht ein rund 140 Megapixel großes Bild. Beim Betrachten kann man den Eindruck gewinnen, dass die Bilder „begehbar“ sind. Begebt euch mit dieser kleinen Galerie auf eine Zeitreise an den Strand von Duhnen im Jahr 1926! Continue reading „Strandspaziergang 1926“

Julius Simonsen und seine Postkarten

Ab 1896 lernt der 20-jährige Kaufmann Julius Simonsen (1876 – 1943) in Oldenburg das Fotografen-Handwerk und übernimmt schließlich 1899 das Geschäft seines dänischen Lehrmeisters Christensen. Mit dem Aufblühen des Fremdenverkehrs an Ost- und Nordseeküste nach der Jahrhundertwende erschließt sich Simonsen ein neues Betätigungsfeld: die Herstellung und den Vertrieb von Ansichtskarten. Er gibt seinem Geschäft die klangvolle Bezeichnung „Kunstverlag“ und stellt Postkarten und Ansichten vom Badeleben und sonstigen Sehenswürdigkeiten in den einzelnen Orten, von Flensburg bis Tilsit und von Husum bis Emden, im Bromsilberdruck her. Bei dem in Fachkreisen auch „Kilometer-Photographie“ genannten Verfahren wird auf Rollen gewickeltes, mit silberbromidhaltiger Gelatine beschichtetes Fotopapier automatisch unter montierten Halbtonnegativen hindurchgezogen, belichtet, entwickelt fixiert und getrocknet.

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