Beweisfoto

„Es scheint schlechterdings unnatürlich, zum Vergnügen zu reisen, ohne eine Kamera mitzunehmen. Fotos sollen den unwiderleglichen Beweis liefern, dass man die Reise unternommen, das Programm durchgestanden und dabei seinen Spaß gehabt hat. Fotografien dokumentieren Konsumakte, die außerhalb der Reichweite der Familie, der Freunde und der Nachbarn vollzogen werden.“ (Susan Sontag)

Film: Tanganyika/Tanganjika 1936

Ein frischer „Fotofilm“: Die Fotos sind vermutlich um 1936 in Tanganyika/Tanganjika – heute Tansania – entstanden. Der Fotograf ist mir unbekannt. Das Gebiet, das Deutschland im 19. Jahrhundert als „Deutsch-Ostafrika“ kolonialisiert hatte, war nach dem Ersten Weltkrieg unter britische Mandatsherrschaft gefallen. Die Fotos lassen vermuten, dass sich die Deutschen aber auch noch in den 1930er-Jahren als Herren des Landes fühlten.

Film: Die Kassette meiner Omi

Im April vor 25 Jahren meine Großmutter, meine Omi, gestorben; ich vermisse sie noch immer sehr. Viel Materielles hat Omi nicht hinterlassen; zuletzt lebte sie von einer mageren Rente in einer kaum 30 Quadratmeter großen Wohnung in der Leipziger Innenstadt. Kürzlich ist mir eine verschlossene Metallkassette aus ihrem Nachlass in die Hände gefallen. Der Schlüsse war verschwunden. Die Kassette habe ich aufgebrochen und ihren Inhalt, der einen kleinen Ausschnitt aus Omis Leben zeigt, in diesem Film dokumentiert. Die Musik dazu spielt Jaco Pastorius.

Menschen in der Fotofalle